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Pressearchiv

02. September 2010
Energiepolitik / Außenwirtschaft

Bayerns Wirtschaftsminister Zeil empfängt Chef der Desertec Industry Initiative / Vorbereitung der Delegationsreise von Wirtschaftsstaatssekretärin Hessel nach Marokko

Zeil: „Solarenergie aus Nordafrika kann zur nachhaltigen Versorgung Bayerns beitragen“

MÜNCHEN    Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil trifft morgen Paul van Son, Chef des Wüstenstrom-Konsortiums Dii (ehemals Desertec Industrial Initiative). „Die aktuelle Energiediskussion dreht sich in Deutschland derzeit hauptsächlich um die Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke. Wir dürfen darüber nicht vergessen, den Ausbau der Erneuerbaren Energien mit aller Kraft weiter voranzutreiben. Visionen wie Desertec müssen gewagt werden. Sie verdienen daher die konsequente Unterstützung der bayerischen und deutschen Politik“, so Zeil.

 

Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel wird sich Mitte September vor Ort in Marokko über den marokkanischen Solarplan und Anknüpfungsmöglichkeiten für die Desertec-Initiative informieren. Hessel: „Über bereits bestehende Stromleitungen könnte bereits in fünf Jahren der erste Solarstrom aus nordafrikanischen Wüsten nach Europa fließen. Mit der Nareva Holding ist seit kurzem auch ein marokkanisches Unternehmen an der Dii beteiligt. Die Dii plant, in Marokko erste Desertec-Referenzprojekte zu bauen. Auch für bayerische Firmen ergeben sich beim Ausbau der erneuerbaren Energien in Nordafrika attraktive Geschäftsmöglichkeiten, die wir auf der Delegationsreise ausloten werden.“

 

Die Idee von Desertec ist, in Wüstenregionen Strom aus Solar- und Windenergie für den lokalen und den europäischen Markt zu erzeugen Rund 15 Prozent des europäischen Strombedarfes könnten auf diese Weise bis 2050 gedeckt werden. Der Investitionsbedarf für ein solches Szenario wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in einer Studie auf 400 Milliarden Euro geschätzt. Zur Umsetzung des Desertec-Konzeptes wurde die Dii gegründet. An der Dii sind neben E.ON und RWE die bayerischen Unternehmen Siemens, das Joint Venture Flagsol aus MAN Ferrostal und Solar Millennium sowie Munich Re als Gesellschafter beteiligt.

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Pressemitteilung-Nr. 420/10




Quelle: http://www.stmwivt.bayern.de//presseinfo/pressearchiv/2010/pm.html (10. 02. 2012)