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Pressearchiv

07. September 2010
Energiepolitik

Tragfähiger Kompromiss zur Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke und zur Förderung der erneuerbaren Energien

Zeil: „Kompromiss bringt Ausbau der erneuerbaren Energien voran“

MÜNCHEN    Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil begrüßt die Einigung der Bundesregierung zur Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke. „Die Bundesregierung hat ihre Hausaufgaben gemacht und ein tragfähiges energiepolitisches Gesamtkonzept für die nächsten Jahrzehnte aufgestellt. Jetzt ist der Weg frei für den grundlegenden Umbau der Energieversorgung. Durch die Verlängerung der Laufzeiten und die Sonderbeiträge der Kraftwerkbetreiber können wir den Ausbau der erneuerbaren Energien noch weiter beschleunigen“, so Zeil.

 

Mit einem Anteil von 57 Prozent an der bayerischen Stromerzeugung sei die Kernenergie als Brückentechnologie in Bayern bis auf weiteres nicht verzichtbar. Auch aus klimapolitischer Sicht sei eine Verlängerung der Laufzeiten der richtige Weg. Zeil: „Ohne den Weiterbetrieb der sicheren bayerischen Kernkraftwerke lassen sich die Klimaziele weder auf bayerischer noch auf Bundesebene wirtschaftlich erreichen.“ Die Verlängerung der Laufzeiten um bis zu 14 Jahre wirke sich positiv auf die Strompreise aus. Bayern könne damit auch zukünftig seinen Strombedarf aus eigener Erzeugung decken.

 

Laut dem Kompromiss der Bundesregierung dürfen Kernkraftwerke bis zum Baujahr 1981 acht Jahre weiter betrieben werden. Die Laufzeit jüngerer Kernkraftwerke wird um 14 Jahre verlängert. Neben einer Steuer auf Kernbrennelemente, die jährlich etwa 2,3 Milliarden Euro ausmacht, werden die Betreiber pro Jahr Sonderbeiträge von 200 bis 300 Millionen Euro jährlich für den Ausbau erneuerbarer Energien zahlen.

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Pressemitteilung-Nr. 422/10




Quelle: http://www.stmwivt.bayern.de//presseinfo/pressearchiv/2010/pm.html (09. 02. 2012)