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Pressearchiv

07. September 2010
Wirtschaftspolitik

Wirtschaftsminister Zeil und Innenminister Herrmann stellen neues Internetportal im Kampf gegen Wirtschaftsspionage vor

Zeil und Herrmann: „Unternehmen müssen sich bestmöglich gegen Datenklau und Know-how-Diebstahl schützen“

MÜNCHEN    Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil und Innenminister Joachim Herrmann geben heute gemeinsam den Startschuss für das neue Internetportal ‚Wirtschaftsschutz Bayern’. Mit dem Portal beschreitet der bayerische Verfassungsschutz neue Wege. Es enthält wertvolle Hinweise, wie sich Unternehmen gegen Wirtschaftsspionage schützen können. Zeil: „Wirtschaftsspionage verursacht jedes Jahr Schäden in Milliardenhöhe und den Verlust von tausenden Arbeitsplätzen. Wir brauchen dringend Maßnahmen, um unsere Unternehmen wirksam davor zu schützen. Die ‚Initiative Wirtschaftsschutz’ mit dem neuen Online-Service ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Sicherheit gegen Wirtschaftsspionage. Unsere finanzielle Unterstützung für das Portal ist damit aktiver Standortschutz.“ Innenminister Herrmann: „Mit dem neuen Internetportal wird das Landesamt für Verfassungsschutz nicht nur als Sicherheitsbehörde tätig, sondern betreibt aktiv Wirtschaftsförderung durch Know-how-Schutz. Das Landesamt hat eine Vielzahl bayerischer Betriebe befragt, wie sie sich gegen Wirtschaftsspionage schützen. Die Ergebnisse dieses einzigartigen Projekts unter Mitwirkung von 80 Unternehmen sind im neuen Internetportal enthalten. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag, dass sich unsere bayerischen Unternehmen bestmöglich gegen Datenklau und Know-how-Diebstahl schützen.“

 

Über das Internetportal betritt der Besucher ein virtuelles Unternehmen. Bei seinem Rundgang trifft er auf die verschiedensten Themenkomplexe aus dem Bereich Know-how-Schutz und erhält praxisnahe Handlungsempfeh-lungen. Diese werden in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft auf dem neu-esten Stand gehalten. Gleichzeitig kann sich der Besucher über aktuelle Themen, beispielsweise zur IT-Sicherheit, informieren. Herrmann betont, dass die Sensibilisierung von Unternehmen für die Bedrohung durch Wirtschaftsspionage eine wesentliche Aufgabe des Verfassungsschutzes sei. „Wir müssen ausgereifte Konzepte entwickeln, um den Ausspähungsgefahren wirkungsvoll zu begegnen. Dazu gehört ein gemeinsames Handeln von Behörden und Unternehmen in Sicherheitsfragen. Hier hat sich eine hervorragende Zusammenarbeit mit Betrieben, Wirtschaftsverbänden und Wirtschaftsministerium entwickelt. Das Internetportal ‚Wirtschaftsschutz Bayern’ ist hierfür ein hervorragendes Beispiel“, so der Innenminister. Zeil: „Mit dem Internetportal haben wir eine neue, innovative Dienstleistung entwickelt, die besonders kleinen und mittleren Betriebe zugute kommt. Bei ihnen ist die Gefahr des Datenklaus ungleich größer als bei Konzernen. Wir werden daher auch in Zukunft die ‚Initiative Wirtschaftsschutz’ in engem Schulterschluss mit allen Beteiligten weiter vorantreiben.“

 

Der Schaden, der durch Wirtschaftsspionage jährlich angerichtet wird, ist immens. Schätzungen gehen hier von bundesweit 20 Milliarden Euro pro Jahr aus.

 

Das neue Internetportal ist ab sofort unter der Adresse www.wirtschaftsschutz.bayern.de erreichbar.

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Pressemitteilung-Nr. 423/10




Quelle: http://www.stmwivt.bayern.de//presseinfo/pressearchiv/2010/pm.html (10. 02. 2012)