| |
Zwischen 2000 und 2006 stehen für die EU-Strukturpolitik rund EURO 213 Mrd. zur Verfügung. Diese Mittel sollen die regionale Wirtschaftsentwicklung stärken und zu mehr Beschäftigung beitragen. Mehr als zwei Drittel der Fördergelder werden in den sog. Ziel-1-Regionen eingesetzt, deren Bruttoinlandsprodukt pro Kopf unter 75% des Gemeinschaftsdurchschnitts liegt. Investitionen in Infrastrukturen, Stärkung der Wirtschaftsstruktur, Entwicklung ländlicher Räume und Bekämpfung der Arbeitslosigkeit stehen hier im Mittelpunkt. In geringerem Umfang fördert die EU weiterhin sog. Ziel-2-Gebiete, die vor allem von industriellem Wandel, Beschäftigungsrückgang in ländlichen Gebieten oder sozialen Problemlagen in Städten betroffen sind. Schließlich wird außerhalb der Ziel-1 und 2-Gebiete die Arbeitslosigkeit über das Ziel 3 bekämpft. Diese Ziele werden ergänzt durch vier Gemeinschaftsinitiativen: INTERREG III zur Entwicklung der grenzüberschreitenden, interregionalen und transnationalen Zusammenarbeit, URBAN II zur Unterstützung innovativer Strategien für krisenbetroffene Stadtviertel, LEADER+ zur Förderung ländlicher Entwicklungsinitiativen und EQUAL zur Bekämpfung von Diskriminierungen auf dem Arbeitsmarkt. Vier Fonds sind an der Strukturfondsförderung beteiligt: der Europäische Fonds für regionale Entwicklung -EFRE-, der sich an Infrastruktur- und Investitionsförderung beteiligen kann, der Europäische Sozialfonds -ESF- zur beruflichen Förderung von Arbeitslosen durch Weiterbildung und Beschäftigung, der Europäische Ausrichtungs- und Garantiefonds für die Landwirtschaft -EAGFL- zur Förderung der ländlichen Entwicklung und das Finanzinstrument für die Ausrichtung der Fischerei -FIAF- zur Modernisierung der Strukturen in diesem Bereich.
|