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Handwerk

Das Handwerk ist elementarer Bestandteil einer gesunden und leistungsfähigen Wirtschaft in Bayern. Bayern setzt seit jeher mit Erfolg auf eine mittelständische Wirtschaftsstruktur und damit auf ein starkes Handwerk.

Die Unternehmen des bayerischen Handwerks stehen für einen Anteil von 9 % am Bruttoinlandsprodukt.

Warum ist das Handwerk so wichtig?

Mit einem Anteil von 13 % an allen Erwerbstätigen in Bayern trägt das Handwerk weit überdurchschnittlich zur Beschäftigung bei.

Das Handwerk bildet rund ein Drittel aller Auszubildenden in Bayern aus.

Es ist und bleibt eine stabilisierende Kraft für die bayerische Wirtschaft. Gerade in der von den Finanzmärkten ausgelösten schweren Krise des Jahres 2009 hat sich die Handwerkswirtschaft als Stabilitätsanker erwiesen. Das Handwerk trägt Wachstum und Beschäftigung gerade auch in die ländliche Region – und zwar flächendeckend – und hat daher große regionalpolitische Bedeutung.

Was tun wir für das Handwerk?

Die Staatsregierung unterstützt das Handwerk mit günstigen Rahmenbedingungen zur Stärkung der Flexibilität und Innovationsfähigkeit. 

Ziele bayerischer Handwerkspolitik sind insbesondere:

  • Handwerk in Bayern als wichtigen Wirtschaftszweig und stabilisierenden Faktor sichern, Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit erhalten, betriebsgrößenbedingte Nachteile ausgleichen.
  • Anpassungsfähigkeit und Innovationskraft der Handwerksbetriebe stärken, betriebswirtschaftliche und technologische Kompetenzen stärken, um das Handwerk fit zu machen für die Zukunft.
  • Sicherung des „großen Befähigungsnachweises“, also der Meisterprüfung als Voraussetzung für selbständige Handwerkstätigkeit und als Qualitätsmerkmal.
  • Stabilisierung der Ausbildungsleistung im Handwerk, Sicherung von qualifiziertem Nachwuchs und ständige Verbesserung der beruflichen Qualifikation durch weitgehende Gleichstellung beruflicher und schulischer Abschlüsse sowie Förderung der beruflichen Bildung im Handwerk.
  • Unterstützung von Existenzgründungen und Betriebsübernahmen im Handwerk und damit Sicherung der volkswirtschaftlichen Werte in bestehenden Betrieben.

Die wichtigsten Eckdaten der Handwerksförderung

2010 wurde das Handwerk mit Zuschüssen von rund 23,1 Mio. Euro aus regulären Landesmitteln und 4,5 Mio. Euro aus EU-Mitteln unterstützt. Hinzu kommen Mittel im Rahmen des Konjunkturpakets II in Höhe von 8,4 Mio. Euro.

Der Schwerpunkt der bayerischen Handwerksförderung liegt mit rund 85 % der Fördermittel bei der beruflichen Bildung (Bau- und Ausstattungsinvestitionen bei Berufsbildungszentren, Kurse zur überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung).

Trotz schwieriger Finanzlage wird die bayerische Handwerksförderung auch im Haushaltsjahr 2011 auf hohem Niveau fortgeführt.

Bedeutung der Handwerksorganisationen als Dienstleister

Die Struktur der deutschen Handwerksorganisationen steht auf zwei Säulen: Handwerkskammern und Innungen.

Die 54 Handwerkskammern in Deutschland (davon 6 in Bayern) sind die gesetzliche Vertretung aller deutschen Handwerker. Für die selbstständigen Handwerker besteht eine Pflichtmitgliedschaft in der für sie zuständigen Handwerkskammer (Bezirksebene). In Bayern gibt es sechs, in Deutschland insgesamt 54 Handwerkskammern.

In der Handwerksordnung sind die hoheitlichen Aufgaben einer Handwerkskammer, wie das Führen der Handwerks- und Lehrlingsrolle, die Regelung der beruflichen Bildung oder das Sachverständigenwesen festgelegt. Darüber hinaus vertritt die Handwerkskammer die Interessen ihrer Mitglieder und die Darstellung des Handwerks in Politik und Öffentlichkeit. Dazu kommen unterschiedlichste Dienstleistungen, die für die Mitgliedbetriebe meist kostenlos angeboten werden.

Die Innungen bilden den Zusammenschluss der einzelnen Handwerksberufe. Durch die Innungen werden vor allem die berufsspezifischen Belange vertreten und gemeinsame gewerblichen Interessen der Innungs-Mitglieder gefördert. Auch bei der Lehrlingsausbildung wirken die Innungen mit. Die Mitgliedschaft in einer Innung ist freiwillig.

Die Innungen einer Stadt, eines Landkreises oder einer bestimmten Region bilden zusammen eine Kreishandwerkerschaft.

Sowohl bei den Handwerkskammern als auch bei den Innungen gibt es Zusammenschlüsse auf Landes- und Bundesebene, wie den Bayerischen Handwerkstag und den Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) in Berlin auf Seiten der Handwerkskammern.

Links zu einigen wichtigen Internetauftritten der Handwerksorganisationen finden Sie auf unserer Seite Handwerk in Bayern.

Weitere Informationen


Handwerk in Bayern

Die Broschüre stellt u.a. die Bedeutung des Handwerks dar, informiert über Handwerksordnung, Aus- und Weiterbildung im Handwerk sowie verschiedene Fördermöglichkeiten; enthält auch Adressen der bayerischen Handwerksorganisationen und statistische Daten.

Stand: Juni 2009

Deckblatt - Handwerk in Bayern

Unternehmensnachfolge

Logo Unternehmensnachfolge in Bayern

Bestand sichern, Zukunft gestalten - Das Informationsportal für Unternehmensnachfolge in Bayern. Hier finden Sie umfangreiche Informationen für eine erfolgreiche Betriebsübernahme bzw. -übergabe.

Handwerksrolleneintragung

Logo Arbeitsgemeinschaft der bayerische Handwerkskammern

Informationen der bayerischen Handwerkskammern zur Handwerksrolleneintragung



Quelle: http://www.stmwivt.bayern.de//mittelstandspolitik/handwerk/ (23. 02. 2012)