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Bayerns Wirtschaftsministerin bei Eröffnung des 2. Forum Bahntechnik / Cluster Bahntechnik gut aufgestellt / Großes Wachstumspotenzial der Branche
Müller: "Cluster Bahntechnik kam genau zur rechten Zeit"
MÜNCHEN/NÜRNBERG "Das Mobilitätsbedürfnis und damit auch das Verkehrsaufkommen wachsen stetig und stellen uns vor große Herausforderungen. Dieses Verkehrswachstum können wir nicht allein durch den Ausbau unserer Verkehrsinfrastruktur bewältigen. Hier sind mehr und mehr intelligente technische Lösungen gefragt", erklärte Bayerns Wirtschaftsministerin Emilia Müller. Dies gelte nicht nur für den Straßenverkehr, sondern gerade vor dem Hintergrund des Klimaschutzes in besonderem Maße auch für die Bahn. Müller betonte: "Ohne massive Leistungssteigerung der Schiene kann das wachsende Verkehrsaufkommen dauerhaft nicht bewältigt werden." Die Staatsregierung setze deshalb auf eine effiziente und umweltfreundliche Eisenbahn und wolle gerade auch im Bereich Bahntechnik eine Stärkung der Innovationskraft erreichen.
Mit dem "Cluster Bahntechnik" wurde deshalb 2006 eine Plattform geschaffen, die bayernweit die Vernetzung der Branche vorantreibt. Sie initiiert und begleitet Kooperationsprojekte von Wirtschaft und Wissenschaft. Der Cluster versteht sich als Dienstleister für die Bahntechnikbranche. Hersteller, Zulieferer, Betreiber, Forschungseinrichtungen, Dienstleister und Institutionen sollen entlang der Wertschöpfungsketten enger vernetzt werden. So entsteht ein Wachstumskern, der für alle Beteiligten Wettbewerbsvorteile schafft. "Damit schließt der Cluster eine Lücke. Denn in der Bahntechnik gab es eine derartige Vernetzung bislang noch nicht", betonte Müller. "Der Cluster Bahntechnik kam gerade zur rechten Zeit."
Experten bescheinigen der Bahntechnik ein erhebliches Wachstumspotential: Allein für den Schienenfahrzeugbau rechnet die Industrie mit einem weltweiten Plus zwischen drei und vier Prozent jährlich. Das Gesamtvolumen des Weltmarktes für die Bahntechnik im Neu- und Aftersales-Geschäft betrug 2007 ca. 97 Milliarden Euro. Gerade in Deutschland ist die Bahntechnikindustrie besonders erfolgreich aufgestellt. Ihr Weltmarktanteil beträgt etwa 15 Prozent.
In Bayern sind Global Player wie Siemens TS, RAIL.ONE Pfleiderer track systems und Max Bögl ansässig, aber auch innovationsstarke und hoch spezialisierte kleine und mittlere Unternehmen. Räumliche Schwerpunkte sind die Metropolregionen Nürnberg und München. Im zweiten Lebensjahr des Clusters sind erneut zahlreiche Unternehmen mit Bezug zur Bahntechnik neu hinzugekommen. Der Cluster Bahntechnik wird in diesem Jahr erstmals auch auf der weltweit wichtigsten und größten Messe für die Bahntechnik, der Innotrans, mit einem Gemeinschaftsstand vertreten sein. Elf Unternehmen konnten als Mitaussteller gewonnen werden.
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Pressemitteilung-Nr. 185/08