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Pressearchiv

29. Mai 2008
Technologiepolitik

Wirtschaftsministerium fördert außeruniversitäre Forschung in Oberbayern

Müller: „Mit Zukunftsprogramm ‚Bayern 2020’ Stärkung der anwendungsorientierten Forschung in der Region München“

MÜNCHEN / GARCHING Bayerns Wirtschaftsministerin Emilia Müller setzt mit 250 Mio. für eine Innovationsoffensive zum Ausbau des Forschungs- und Technologiestandorts Bayern im Rahmen von Bayern 2020 das Startsignal für eine weitere Stärkung der Innovationskraft bayerischer Unternehmen. Die Gelder werden bayernweit bis 2011 unter anderem für den Ausbau der wirtschaftsnahen Forschung außerhalb der Universitäten sowie die Intensivierung der erfolgreich angelaufenen Cluster-Offensive der Staatsregierung ausgegeben. Müller: „Nach der High-Tech-Offensive und der Offensive Zukunft Bayern zünden wir die nächste Stufe! Die Staatsregierung stärkt Bayern im internationalen Wettbewerb als leistungsfähigen, attraktiven und erfolgreichen Wirtschafts-, Forschungs- und Hochschulstandort. Offensive Technologiepolitik bleibt Bayerns Markenzeichen. Sie ist das Fundament für gut bezahlte Arbeitsplätze und soziale Sicherheit in Bayern.“

„Mit den Mitteln aus dem Programm ‚Bayern 2020’ wird die außeruniversitäre Forschung im Großraum München deutlich gestärkt. In Garching wird eine Forschungseinrichtung der Fraunhofer-Gesellschaft für IT-Sicherheit installiert, die wir mittelfristig in ein Fraunhofer Institut überführen wollen“, betonte Müller. Zunächst werden mehrere Forschergruppen der Fraunhofer-Gesellschaft in Garching aufgebaut. Parallel dazu soll an der TU München ein Lehrstuhl für IT-Sicherheit eingerichtet werden. „Die Sicherung von Computernetzen und Telekommunikationsanlagen ist für viele Unternehmen zu einer zentralen Herausforderung geworden und von enormer wirtschaftlicher Bedeutung. Hier sind stetige Forschungsarbeiten erforderlich, um gemeinsam mit den bayerischen IT-Unternehmen geeignete Sicherheitslösungen zu erarbeiten. Wir fördern daher den Aufbau dieser anwendungsorientierten Forschung in Garching mit 12 Mio. aus unserem Zukunftsprogramm“, so Müller.

Zusätzlich wird ein außeruniversitäres Software-Forschungsinstituts in Garching aufgebaut. „Der Einsatz moderner Softwaretechnologie ist heute für viele Branchen überlebensnotwendig, etwa in der Automobilindustrie, der Luftfahrt, der Telekommunikation, der Medienindustrie und bei Banken und Versicherungen. Ich erwarte mir von der neuen Forschungseinrichtung eine weitere Aufwertung des IT-Standortes Bayern und ein deutliches Signal an die bayerische High-Tech-Industrie, dass qualifizierte Softwaretechnologie auch im Hochlohnland Deutschland eine Zukunft hat“, erklärte Müller.

Das Institut für Software- und Systems-Engineering, das in enger Kooperation mit der TU München aufgebaut wird, soll die technologische Kooperation mit der deutschen IT-Wirtschaft und den IT-Anwenderbranchen intensivieren und die Softwareentwicklung weiter professionalisieren. Der Freistaat fördert den Aufbau mit bis zu 17 Mio. aus dem Zukunftsprogramm.

Langfristig ist geplant, in enger Kooperation mit der TU München auf dem Campusgelände in Garching den Aufbau eines Fraunhofer-Institutszentrums von internationaler Bedeutung zu realisieren. Dort sollen alle in München tätigen Fraunhofer-Einrichtungen zusammengeführt werden.

Das Kabinett hat am vergangenen Dienstag den Auftakt für die groß angelegte Innovationsoffensive im Rahmen von Bayern 2020 zum Ausbau des Forschungs- und Technologiestandorts Bayern beschlossen. Darüber hinaus wird die Staatsregierung auch die bislang für den Transrapid vorgesehenen Mittel aus Privatisierungserlösen für Hochtechnologieprojekte einsetzen. Weitere Maßnahmen für den Technologiestandort werden auf dem großen Innovationskongress am 10. Juli 2008 vorgestellt.
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Pressemitteilung-Nr. 80596




Quelle: http://www.stmwivt.bayern.de//presseinfo/pressearchiv/2008/pm.html (10. 02. 2012)