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Bayerisches Wirtschaftsministerium bewilligt 17 Millionen Euro für Software-Institut in Garching
Zeil: „Software-Institut stärkt Technologiestandort Bayern“
MÜNCHEN Das bayerische Wirtschaftsministerium fördert den Aufbau eines Forschungsinstitutes für Software- und Systems-Engineering in Garching mit 17 Millionen Euro. „Mit dem neuen Institut stellen wir der bayeri-schen Wirtschaft einen leistungsfähigen Kooperationspartner zur Seite, der das Software-Knowhow der TU München aufbereitet und den Unternehmen verfügbar macht“, erklärt Bayerns Wirtschaftsminister Zeil. Das Institut solle die technologische Zusammenarbeit mit der IT-Wirtschaft und den IT-Anwenderbranchen in Bayern durch gemeinsame Forschungs- und Ent-wicklungsprojekte intensivieren. Ziel sei es, die Unternehmen vor dem Hin-tergrund der enorm gestiegenen Anforderungen an Qualität und Zuverläs-sigkeit und der ständig zunehmenden Komplexität von IT-Systemen bei der Verbesserung der Softwaretechnik zu unterstützen.
„Für bayerische Unternehmen, die Software entwickeln oder nutzen, bedeutet der schnelle Zugang zu den neuesten Forschungsgebieten der In-formatik und Informationstechnik einen beachtlichen Wettbewerbsvorteil. Das Institut ist ein wichtiges Instrument zum Ausbau und zur Sicherung des Technologiestandortes Bayern. Es wird zudem den Standort Bayern für die Hightech-Industrie noch attraktiver machen“, so Zeil. Gerade jetzt komme es darauf an, in Zukunftstechnologien zu investieren und trotz internationa-ler Finanzkrise und düsterer Wolken am Konjunkturhimmel nicht bei For-schung, Entwicklung und Bildung zu sparen.
Software ist für die Hightech-Industrie Bayerns zur Schlüsseltechnologie geworden. Technische Systeme wie etwa Flugzeuge, Automobile und Industrieanlagen hängen zunehmend von leistungsfähiger Software ab. Die Stärke der bayerischen Wirtschaft beruht im technischen Bereich immer mehr auf Geräten mit hohem Anteil an eingebetteter Software. Software muss schnell und zielgerichtet mit hoher Qualität entwickeln und eingesetzt werden. So entfallen beispielsweise bis zu 80 Prozent der technischen Entwicklungskosten in Telekommunikationssystemen auf die Software. In der Automobilbranche soll der Anteil der Wertschöpfung im Bereich Software und Elektronik von derzeit 20 Prozent auf 40 Prozent im Jahr 2010 ansteigen.
Träger des neuen Software-Instituts in Garching sind die Technische Universität München, die Fraunhofer-Gesellschaft und die staatliche LfA Förderbank Bayern. Wissenschaftlicher Leiter ist der renommierte Münchner Informatikprofessor Manfred Broy.
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Pressemitteilung-Nr. 594/08