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Bayerns Verkehrsminister Zeil stellt Gutachten zur Verbesserung der Flughafenanbindung vor / Flughafen für fast alle bayerischen Landesteile besser erreichbar
Zeil: „Zukunftskonzept zur Weiterentwicklung des Bahnknotens München überzeugt“
MÜNCHEN Das heute vorgestellte Gutachten zur Verbesserung der Schienenanbindung des Münchner Flughafens gibt eine eindeutige Empfehlung: Im überregionalen Verkehr soll der Flughafen über direkte Zugverbindungen aus den Richtungen Ulm / Augsburg, Regensburg und Salzburg erreicht werden. München soll durch einen Flughafen-Express über die 2. Stammstrecke und den Ostast der S-Bahnlinie 8 an den Flughafen angebunden werden. Bayerns Verkehrsminister Martin Zeil: „Mit der empfohlenen Flughafenanbindung kann man zum Beispiel aus Regensburg umsteigefrei in etwa einer Stunde zum Flughafen fahren. Das sind 40 Minuten Zeitersparnis. Flughafen und Münchner Marienplatz trennen zukünftig nur noch 21 Minuten statt bisher fast 40 Minuten. Damit könnten wir die Erreichbarkeit des Flughafens aus fast allen bayerischen Landesteilen deutlich verbessern.“
Die Anbindung Münchens über den Ostkorridor und ein darauf abgestimmtes Maßnahmenbündel für Nah- und Fernverkehr schneiden bei allen Bewertungskriterien des Gutachtens am besten ab. Zeil: „Diese Variante der Flughafenanbindung weist mit 1,7 das günstigste Nutzen-Kosten-Verhältnis auf. Bereits mit einer ersten Baustufe wäre die Express-S-Bahn zum Flughafen möglich. Dazu müssen zwei zusätzliche Gleise zwischen Daglfing und Johanneskirchen verlegt werden. Mit einem vergleichsweise geringen Mitteleinsatz können wir dadurch bereits erhebliche Verbesserungen erzielen.“
Ziel des vorgestellten Gesamtkonzepts der Gutachter ist es, direkte Zugverbindungen zum Flughafen aus Nordost- und Nordwestbayern, Schwaben und dem Salzburger Raum sowie die Anbindung Münchens zu ermöglichen. Die Gutachter haben für alle untersuchten Varianten sinnvolle Zwischenschritte erarbeitet, in denen dieses Zielkonzept erreicht werden kann. „Am besten eignet sich dafür die Ostkorridor-Variante. Der Infrastrukturbedarf ist hier im Vergleich zu allen anderen untersuchten Varianten am geringsten“, so Zeil.
Die Express-S-Bahn zum Flughafen könne nur erfolgreich sein, wenn der 2. S-Bahn-Tunnel genutzt werden kann. Er sei nicht nur die alternativlose Grundlage für die weitere Entwicklung des Münchner S-Bahnnetzes. Mit dem 2. S-Bahn-Tunnel würden auch die notwendigen Kapazitäten geschaffen, um weitere Züge direkt in die Münchner Innenstadt zu leiten. Der Erdinger Ringschluss und der dringend erforderliche Ausbau der TEN Strecke München – Mühldorf – Freilassing durch den Bund sind weitere unverzichtbare Voraussetzungen für das Gesamtkonzept Flughafenanbindung. „2. S-Bahn-Tunnel, Flughafenanbindung, Ausbau der Strecke München – Mühldorf - Freilassing und Erdinger Ringschluss bilden eine ineinander greifende Zukunftsplanung mit Vorteilen für fast alle bayerischen Landesteile. Mit dem Gutachten liegt ein überzeugendes Gesamtkonzept für die künftige Entwicklung des Bahnknotens München vor“, so Zeil abschließend.
Die Ergebnisse des Gutachtens können im Internet abgerufen werden unter www.stmwivt.bayern.de/verkehr/schiene/.
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Pressemitteilung-Nr. 515/09