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Pressearchiv

07. Dezember 2009
Verkehrspolitik / S7-Verlängerung

Neue Nutzen-Kosten-Untersuchung zur Verlängerung der S7 von Wolfratshausen nach Geretsried vorgestellt/Positiver volkswirtschaftlicher Nutzen nur für Variante mit Bahnübergang

Zeil: „S7-Verlängerung durch Zusammenrücken aller Beteiligten realisieren“

MÜNCHEN Bayerns Verkehrsminister Martin Zeil stellte heute im Beisein von Ministerpräsident a.D. Dr. Edmund Stoiber, Landrat Josef Niedermaier, Bürgermeisterin Cornelia Irmer und Bürgermeister Helmut Forster an der Spitze der städtischen Delegation sowie von mehreren Landtagsabgeordneten die Ergebnisse der neuen Nutzen-Kosten-Untersuchung für die Verlängerung der S7 von Wolfratshausen nach Geretsried vor. Zeil: „Die Ergebnisse der Nutzen-Kosten-Untersuchung sind eindeutig. Nur die Variante mit einem Bahnübergang an der Sauerlacher Straße in Wolfratshausen erreicht einen positiven Nutzen-Kosten-Faktor von 1,09. Mit gemeinsamer Anstrengung konnte wenigstens eine Variante auf einen positiven Nutzen-Kosten-Faktor gebracht werden. Damit haben wir weiterhin die Möglichkeit, die für die Region sehr wichtige Verlängerung zu realisieren.“

In der letzten Nutzen-Kosten-Untersuchung von Januar 2009 hatte die beste Variante einen Nutzen-Kosten-Indikator von lediglich 0,85 erzielt. Zeil: „Durch Kosteneinsparungen bei der Infrastruktur im Bahnhof Wolfratshausen, ein neues Abstellkonzept und die Ersetzung des fast 4 km langen Begegnungsabschnitts südlich von Gelting durch einen Kreuzungsbahnhof in Gelting konnten wir einen höheren volkswirtschaftlichen Nutzens erreichen.“ Von entscheidender Bedeutung sei außerdem, dass der Endbahnhof in Geretsried-Süd wieder wie ursprünglich geplant an der Richard-Wagner-Straße liegen soll. „Diese Lage bringt durch den deutlich vergrößerten Einzugsbereich verkehrliche Vorteile. Das hat letztlich den Ausschlag für den positiven Nutzen-Kosten-Faktor gegeben.“ Aufgrund der Durchquerung des FFH-Gebiets ‚Königsdorfer Alm’ sei im Planfeststellungsverfahren allerdings eine gesonderte Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen.

Zeil: „Um die Verlängerung so schnell wie möglich zu realisieren, habe ich die Bahn gebeten, jetzt zügig alle zur naturschutzrechtlichen Prüfung erforderlichen Unterlagen vorzubereiten. Ich appelliere an die beiden Städte und den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, sich parallel über die Notwendigkeit der S-Bahn-Verlängerung zu einigen. Das eindeutige Ergebnis der Nutzen-Kosten-Untersuchung erfordert ein Zusammenrücken aller Beteiligten. Von der S-Bahn-Verlängerung wird der gesamte Landkreis profitieren. Auch die Stadt Wolfratshausen wird vom Pendlerverkehr entlastet und von der S7-Verlängerung einen erheblichen Nutzen haben.“ Alle Beteiligten sind ferner übereingekommen, auch die von den Städten Geretsried und Wolfratshausen beauftragte alternative Planung Anfang nächsten Jahres in einem Fachgespräch zu erörtern.

Grundlage der neuen Nutzen-Kosten-Untersuchung waren kostenoptimierte Planungen der Deutschen Bahn und angepasste Strukturzahlen für Gerets-ried und Wolfratshausen. Die Nutzen-Kosten-Untersuchung bewertet drei Trassierungsvarianten für das Vorhaben nach ihrem volkswirtschaftlichen Nutzen. Die beiden Varianten mit Tieferlegung der S-Bahn in Wolfratshausen bleiben mit Nutzen-Kosten-Indikatoren von 0,74 bzw. 0,69 klar unter der Marke von 1,0: Hier sind bisher keine Ansatzpunkte für eine Verbesserung des Ergebnisses erkennbar. Damit können diese Varianten nicht aus Steuermitteln finanziert werden.
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Pressemitteilung-Nr. 541/09




Quelle: http://www.stmwivt.bayern.de//presseinfo/pressearchiv/2009/pm.html (09. 02. 2012)