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Pressearchiv

03. Februar 2010
Verkehrspolitik / Fugger-Express

Bayerns Verkehrsminister Zeil zu Entschädigungsforderungen für Bahnkunden

Zeil: „Nicht mit Halbwissen Bahn und Kunden verunsichern“

MÜNCHEN / AUGSBURG Bayerns Verkehrsminister Martin Zeil zu den politischen Forderungen aus der Region, Entschädigungszahlungen an Kunden des Fugger-Express mit Steuermitteln zu finanzieren: „Forderungen dieser Art sind völlig absurd. Auch die Behauptung, der Berliner Senat hätte nach monatelangen Pannen bei der Berliner S-Bahn Entschädi-gungszahlungen geleistet, ist schlichtweg falsch. Richtig ist, dass die Deutsche Bahn und die Berliner S-Bahn GmbH als verantwortliche Verkehrsunternehmen ihre Kunden für entstandene Unannehmlichkeiten entschädigt haben. Ebenfalls haltlos und nicht belegt ist die Behauptung, eine fehlerhafte Ausschreibung sei mit ursächlich für die derzeitigen Probleme beim Fugger-Express.“

Die Verspätungen und Platzprobleme beim Fugger-Express seien bedauerlich. Zwar habe der Freistaat während der Hauptverkehrszeit morgens zwischen 5.30 Uhr bis 8.15 Uhr auf der Strecke Augsburg – München rund 700 Sitzplätze mehr bestellt als noch im Fahrplanjahr 2007/2008. Laut der vorliegenden Fahrgastzählungen sind somit mindestens 1 100 Sitzplätze mehr vorhanden als Reisende. Problematisch könne die Verteilung der Reisenden auf die einzelnen Triebwagen sein, da diese keinen durchgängigen Zugverband bilden, wie dies bei Reisezugwagen der Fall ist. „Die Angebotsverbesserungen, die der Freistaat bestellt hat, sind durch die Fahrzeugprobleme in den letzten Monaten konterkariert worden. Leider bestehen diese Probleme derzeit noch, trotz der bei der Ausschreibung berücksichtigten, großzügigen Vorlaufzeiten für die Beschaffung und Inbetrieb-nahme der Fahrzeuge“, so Zeil.

Insbesondere das Kuppeln der neuen Züge gestalte sich wegen Vereisung einzelner Komponenten problematisch. Die zur Beseitigung der Probleme erforderlichen technischen Maßnahmen seien in die Wege geleitet, würden aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Zeil: „Natürlich nehmen wir die häufigen Verspätungen und die Platzprobleme im Fugger-Express keinesfalls hin. Wir werden alle vertraglichen Instrumente nutzen, damit die DB Regio so schnell wie möglich ein qualitativ hochwertiges Nahverkehrsangebot zwischen Augsburg und München bereitstellt.“
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Pressemitteilung-Nr. 10162




Quelle: http://www.stmwivt.bayern.de//presseinfo/pressearchiv/2010/02/pm10162.html (23. 05. 2012)