Zum Inhalt | Zum Servicemenü | Zum Hauptmenü |

Druckversion .
Seite vorlesen

Pressearchiv

18. April 2010
Industriepolitik / Elektromobilität

EU genehmigt Projektantrag ‚ENEVATE – European Network on Electric Vehicles and Transferring Expertise’ / Weiterer Baustein der Zukunftsoffensive Elektromobilität

Zeil: „Innovationen durch europäische Zusammenarbeit“

MÜNCHEN Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil freut sich, dass die EU das von dem Cluster Automotive initiierte Projekt ‚ENEVATE – European Network on Electric Vehicles and Transferring Expertise’ genehmigt hat. „Dieses grenzüberschreitende Projekt wird die Entwicklung nachhaltiger Elektromobilitätskonzepte in Bayern weiter vorantreiben. Mehr Transparenz und stärkere Zusammenarbeit in Europa beschleunigen Innovationen auf dem Gebiet der Elektromobilität und stärken die europäischen Regionen im globalen Wettbewerb. Gerade für unsere exportorientierte Automobilwirtschaft ist dies von herausragender Bedeutung“, erklärt Wirtschaftsminister Zeil.

Er dankt dem bei der Bayern Innovativ GmbH angesiedelten Cluster Automotive und spricht allen Beteiligten seine ausdrückliche Anerkennung aus. „Elektromobilität funktioniert nicht durch Kleinstaaterei. Wir müssen den amerikanischen und asiatischen Aktionen mit intelligenten gesamteuropäischen Strategien begegnen. Das Projekt ENEVATE ist ein wichtiger Baustein einer solchen vernetzten europäischen Strategie“, so Zeil weiter.

In einem ersten Schritt würden dabei Kompetenzen bezüglich Elektromobilität in den europäischen Partnerregionen identifiziert. Auf dieser Basis könnten neue Wertschöpfungsketten, zukünftige Kooperationen und zielgerichtete Entwicklungstätigkeiten zur Elektromobilität in Europa realisiert werden. Verbundprojekte zwischen den Kompetenzträgern aus Wirtschaft und Wissenschaft der beteiligten Regionen würden initiiert und die Zusam-menführung potenzieller Kooperationspartner mit unterschiedlichen Instrumenten unterstützt. Zeil: „Ein weiteres wichtiges Ziel des Projekts ENEVATE ist die Entwicklung, Begleitung und der Erfahrungsaustausch zwischen europäischen Pilotregionen der Elektromobilität. Aus Bayern werden Vertreter der Modellregion Elektromobilität München am europäischen Austausch teilnehmen, zu denen das Clustermanagement sehr gute Kontakte aufgebaut hat.“ Auch der Qualifizierungsbedarf werde im Rahmen des ENEVATE Projektes ermittelt, Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen würden erarbeitet und in Zusammenarbeit mit Bildungsträgern implementiert.

Das EU-Projekt ENEVATE ist ein weiterer wichtiger Baustein der Zukunftsoffensive Elektromobilität des Freistaats. Die Bayerische Staatsregierung hat diese Initiative vor einem Jahr beim Automobildialog in Nürnberg mit hochrangigen Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft gestartet. Zeil: „Bereits im Sommer 2009 haben wir ein eigenes Bayerisches Förderprogramm Elektromobilität aufgelegt. Damit unterstützen wir innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte von mittelständischen Unternehmen, zum Beispiel aus den Bereichen Batterie- und Speichertechnologien sowie elektrische Antriebe.“ Der derzeit in Arbeit befindliche ‚Kompetenzatlas e-Mobilität Bayern’ wird das bayerische Know-how im Bereich der Elektromobilität von der Forschung bis zur industriellen Umsetzung abbilden. Damit positioniert sich der Freistaat als führender Standort bei der Zukunftstechnologie Elektromobilität im Internet.

Mit dem neuen E-Drive-Center Nürnberg fördert die Bayerische Staatsregierung die Entwicklung innovativer elektrischer Antriebskonzepte und den Wissenstransfer von der Hochschule in die industrielle Praxis. Das Fraunhofer Institut IISB in Erlangen und Nürnberg als eine der international führenden Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Leistungselektronik und -antriebstechnik für Hybrid- und Elektrofahrzeuge wird mit Unterstützung des Wirtschaftsministeriums ausgebaut.

Innerhalb der Cluster-Offensive Bayern wurden die Aktivitäten auf dem Gebiet der Elektromobilität unter Federführung des bei der Bayern Innovativ GmbH angesiedelten Clusters Automotive verstärkt. Das Cluster und seine Akteure haben ihre Kompetenzen im Bereich Elektromobilität auf internationalen Messen wie der eCarTec oder der Internationalen Handwerksmesse präsentiert und Fachkongresse veranstaltet. Ein weiteres zentrales Element der Zukunftsoffensive Elektromobilität ist der Energie Campus Nürnberg, mit dem Bayern in der Energieforschung die Technologieführerschaft übernehmen will.

Die EU hat das Projekt ‚ENEVATE – European Network on Electric Vehicles and Transferring Expertise’ im März 2010 genehmigt. Projektstart ist voraussichtlich im Mai 2010. Das Projekt mit 11 Partnern aus sechs Nationen in Nord-West-Europa hat eine Laufzeit von drei Jahren. Das Gesamtprojektvolumen beträgt circa fünf Millionen Euro. Das Projektvolumen der Bayern Innovativ / Cluster Automotive liegt bei rund 400 000 Euro bei einer Förderquote von 50 Prozent. Weitere Informationen zum bayerischen Automotive-Cluster sind unter www.cluster-automotive.de abrufbar.

- . -
Pressemitteilung-Nr. 156/10




Quelle: http://www.stmwivt.bayern.de//presseinfo/pressearchiv/2010/pm.html (10. 02. 2012)